Brexit: Worauf bei Reisen nach Großbritannien achten?

Welche Auswirkungen ein harter Brexit auf deinen Urlaub in Großbritannien haben kann.

Brexit Reisen Grossbritannien

Wer jetzt eine Reise nach Großbritannien plant, sollte wegen dem Brexit einige wichtige Punkte beachten. Noch ist nicht klar, ob Großbritannien die EU mit einem weichen oder harten Brexit verlässt, die Konsequenzen fallen aber äußert unterschiedlich aus. Reisende sollten daher auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Es gilt abzuwarten und sich bis dahin immer wieder kurzfristig zu informieren.

Kurz vor dem Datum empfiehlt es sich dazu Kontakt mit der britischen Botschaft in Wien aufzunehmen um die Frage nach einem Visum bei der Einreise nach Großbritannien zu klären. Experten halten es aber unwahrscheinlich, dass man nach dem Brexit nur noch mit Visum einreisen darf. Die EU-Kommission hat dazu vorgeschlagen, dass britische Staatsangehörige für Kurzaufenthalte (bis 90 Tage) in der EU kein Visum brauchen – sofern dasselbe für EU-Bürger, die nach Großbritannien reisen, gilt.

Welche Auswirkungen hat ein harter Brexit auf meinen Urlaub in Großbritannien?

  • Nach dem 31. Oktober würde im Vereinigten Königreich kein EU-Recht mehr gelten.
  • Flugexperten erwarten Ausfälle und Verzögerungen.
  • Pauschalreisende, die im Reisebüro oder online buchen, sind in diesem Fall besser geschützt, da der Veranstalter das Gelingen der Reise in jedem Fall garantiert.
  • Die Einführung von Zollkontrollen ist wahrscheinlich: Am Flughafen muss der grüne Ausgang durch die Zollkontrolle gewählt werden. Flugreisende dürfen dann aus Großbritannien nur mehr Waren im Wert von 430 Euro (mit anderen Verkehrsmitteln sind 300 Euro nach Österreich einführen. Zudem unterliegen Waren wie Tabak und Alkoholika strengeren Beschränkungen bei der Einfuhr in die EU.
  • Die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) verliert ihre Gültigkeit: Um im Falle einer Krankheit während der Reise finanziell abgesichert zu sein, empfiehlt eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.
  • EU-Heimtierausweis wird in GB vermutlich ungültig: Bei Reisen mit Haustieren könnten zusätzliche veterinärmedizinische Dokumente notwendig sein, da es dem Vereinigten Königreich obliegt, Einfuhrbestimmungen für Tiere aus EU-Ländern festzulegen.
  • Roaming-Gebühren könnten wieder anfallen: Mobilfunkbetreiber der EU sind aber verpflichtet, ihre Kunden über allfällige Roaming-Kosten bei Reisen nach Großbritannien zu informieren.

Ein geregelter weicher Brexit hat laut Experten keine bedeutenden Auswirkungen für Reisende.

Anreise nach Großbritannien nach dem Brexit

Um den Urlaub zu beginnen, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Anreise ins englischen Königreich: Eine Überfahrt mit dem Auto auf der Fähre, die Einreise mit dem Flugzeug oder auch per Bahn durch den Eurotunnel.

Um trotz des kommenden Brexits nicht auf seinen Urlaub im Vereinigten Königreich verzichten zu müssen, ist es bei kurzfristige Flugbuchungen ratsam, die AGBs der Airline genau zu lesen. Eine eventuelle Brexit-Klausel könnte nämlich den entschädigungsfreien Ausfall des Fluges aufgrund des Austritts vorsehen.

Bei Fernreisen sollten Zwischenstopps in Großbritannien vermieden werden, da sich das Chaos nach dem Brexit nicht abschätzen lässt. Laut ÖAMTC hat das Vereinigte Königreich angekündigt, die EU-Fluggastrechte sowie Passagierrechte von Bahn-, Bus- und Schiffsreisenden weiterhin zu wahren. Auf der sicheren Seite ist man nach einem Brexit jedoch, wenn man eine Airline bucht, die ihren Sitz in der EU hat.

Eine Anreise mit Auto sollte zu mindestens was den Führerschein angeht, unkompliziert ablaufen, da die britischen Behörden angekündigt haben, dass sich für Besitzer eines EU-Führerscheins auch nach dem Austritt nichts ändern wird. Das Mitführen eines internationalen Führerscheins ist nicht notwendig. Aber Achtung: War die Mitnahme der Grünen Versicherungskarte bisher nur eine Empfehlung, wird sie künftig jedoch zum Muss. unbedingt überprüfen sollten Autoreisende die Bedingungen ihrer Kfz-Haftpflicht-, Kasko- und Rechtsschutzversicherung, ob diese auch Schäden im Gebiet des Vereinigten Königreichs abdecken.

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